EFT – Emotional Freedom Techniques
EFT – Emotional Freedom Techniques
Was ist EFT®?
EFT - Emotional Freedom Techniques (etwa: Techniken für Emotionale Freiheit) zählen zu den energetischen (Selbsthilfe-) Methoden, die es uns ermöglichen, mit negativen Emotionen, Stress und Belastungen umzugehen, und so unsere Lebensqualität zu verbessern, unser Leistungsvermögen zu steigern, uns besser zu fühlen.
Eine der Wurzeln der EFT liegt in einem Konzept der Traditionellen Chinesischen Medizin, nämlich dem sogenannten Meridian-System der Akupunktur. Akupunktur kam vor einigen Jahrzehnten zu uns in den Westen und stieß, wie wohl die meisten neuen Gedanken, zunächst auch auf viel Unverständnis und Widerstand. Inzwischen ist ihre Wirksamkeit so gut belegt, dass die Kosten für Akupunktur-Behandlungen zumindest von manchen Krankenkassen übernommen werden. Und das will etwas heißen.
Das Konzept sagt, dass die sogenannte Lebensenergie („Chi“ oder „Qi“ bei den Chinesen, „Prana“ bei den Indern – fast alle Kulturen kennen die Idee einer solchen Energie; unsere Kultur und Wissenschaft haben bislang nur schlechten Zugang zu diesen Gedanken) auf bestimmten Bahnen, den „Meridianen“ durch unseren Körper hindurchfließt. Wenn man nun bestimmte Punkte auf diesen Bahnen (Akupunkte) reizt - im Falle der Akupunktur mit Nadeln, bei Akupressur durch Fingerdruck - hat das einen Einfluss auf die Verteilung der Energie, und damit auf unser Wohlbefinden.
Es hat sich mit den Jahren herausgestellt, dass die Akupunkte auch verwendet werden können, um emotionale Aspekte zu beeinflussen.
Die Urform der EFT umfasst auch Klopfpunkte an den Fingern und die sogenannte „9 Gammut“-Prozedur. Diese werden in der abgekürzten Variante der EFT, so wie sie hier vorgestellt werden, nicht mehr oder nur in Ausnahmesituationen eingesetzt.
Das Manual für die Originalform finden Sie >hier, auf den Internet-Seiten des EFT-Entwicklers Gary Craig.
Wie funktioniert EFT?
In der EFT-Theorie geht man davon aus, dass jede negative Emotion ausgelöst wird von einer Störung im Energiesystem des Körpers. Diese Störung „steckt“ dann in einem oder mehreren der Meridiane (Energiebahnen). Tritt später ein äußeres oder inneres Ereignis auf, das der auslösenden Situation hinreichend ähnlich ist, wird die Störung wieder ausgelöst und es entsteht wieder das negative Gefühl.
Durch Klopfen auf Akupunkte (= Klopfakupressur – ich nenne es manchmal „Akuklopfur“) können solche Störungen behoben werden. Ist die Störung nicht mehr da, kann der Auslöser auftreten, ohne dass die Emotion aufkommt, denn das verbindende Glied fehlt. Auslöser und Reaktion sind entkoppelt.
Somit können schädliche Gedanken und Gefühle Sie nicht länger belasten. Gedanken verlieren ihre Macht über Sie, von Gefühlen wie Ärger, Angst, Zorn, Trauer, Schuld, Minderwertigkeit, Unfähigkeit usw. finden Sie schnelle Erleichterung.
Beispiel:
Ein kleiner Junge, nennen wir ihn Fritz, sagt vor der versammelten Verwandtschaft eine Geschichte auf und verspricht sich dabei. Einige der Erwachsenen müssen spontan über den Versprecher laut lachen. Das Kind fühlt sich verletzt, das Energiesystem produziert eine Störung. Innerlich wird die Verbindung gebildet: Vor Leuten reden ist macht schlechte Gefühle.
Noch Jahrzehnte danach hat Fritz einen Kloß im Hals, wenn er in der Abteilung eine Präsentation halten soll.
Nun wird durch EFT die Verbindung Reden – innerer Schmerz gelöst und der Automatismus endet. Die Situation verliert ihren Schrecken, und Fritz hält seine Präsentation ruhig und gelassen.
Wie macht man EFT?
Kurz-Anleitung für EFT:
1. Problem definieren (möglichst ein spezifisches Ereignis oder Gefühl) Beispiel: "Ich habe Angst davor Präsentationen zu halten"
2. Wie stark ist das Gefühl jetzt? (Skala von 0 - 10; 0 = keinerlei
Belastung; 10 = extreme Belastung)
3. Einstiegssatz formulieren (Struktur: "Obwohl ich dieses Problem/Gefühl habe, akzeptiere ich mich trotzdem voll und ganz").
Beispiel: „Obwohl ich Angst vor Präsentationen habe, ...“
4. Einstiegssatz drei mal aussprechen und dabei den Handkantenpunkt (die Stelle, mit der man einen Karateschlag ausführen würde)kontinuierlich mit den vier Fingern der anderen Hand klopfen.
5. Die anderen Akupunkte (siehe Bild unten) von oben nach unten mit zwei Fingern klopfen und dabei jeweils die Problemformulierung wiederholen (z. B. "Ich habe Angst vor Präsentationen" oder "Diese Angst vor Präsentationen")
6. Auf der Skala von 0 - 10 einschätzen, wie stark die Belastung jetzt ist.
Wenn = 0 dann: fertig. Sonst...
7. Angepaßten Einstiegssatz dreimal sprechen und dabei Handkante klopfen: (Obwohl immer noch etwas von diesem Problem übrig ist, akzeptiere...)
Beispiel: „Obwohl noch immer etwas von der Angst vor Präsentationen übrig ist, ...“
8. Akupunkte mir angepaßter Problemformulierung klopfen ("Das
restliche/übrige/verbleibende Problem")
Beispiel: „Die restliche Angst vor Präsentationen“
9. Auf der Skala von 0 - 10 einschätzen, wie stark die Belastung jetzt ist.
Wenn = 0 dann: fertig. Sonst... weiter bei 7.


© Detlev Tesch